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Gerüchte, nach welchen die Hotelfachschule mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen hat, dementiert Schulleiter Länger. Damit wolle man den Fachschülern und Absolventen ein schul- oder berufsbegleitendes Studium ermöglichen und den Berufsschulstandort Pegnitz weiterhin und vor allem nachhaltig attraktiv zu halten. Erst im Laufe des Monats wollen Landratsamt, Schulleiter und Hochschule ganz offiziell auch tiefer gehende Informationen verteilen. Denn einige Details, wie die Anrechenbarkeit von Studienleistungen in der neuen Kooperation zwischen Berufs- und Hochschule, sind noch zu klären.
Beratung über Zukunft der Hotelfachschule in Pegnitz vertagt
„Die schlechten Zahlen gibt es seit 2017“, so der Bürgermeister und verweist auf die rückläufigen Anmeldezahlen, die es auch in anderen Ausbildungsberufen wie der Pflege oder bei Erziehern gibt. Der Bürgermeister sagt, er sei schon in Gesprächen mit einem Hotelbauer, der bereit wäre, im Umfeld der Schule ein Hotel zu bauen. Ende Juli sollen weitere Gespräche geführt werden. Nach der Bewerbung stünden Pegnitz und andere Kommunen nun in der engeren Auswahl um den Standort für die Schule. Er und der städtische Bauamtsleiter Manfred Kohl seien auf die Ausschreibung der BVS aufmerksam geworden und haben Landrat Florian Wiedemann (FWG) darauf aufmerksam gemacht. „Das ist etwas komplett anderes“, betont Nierhoff.
Informationen
Davon befinden sich neun Schülerinnen und Schüler hotelfachschule-pegnitz in der dreijährigen Berufsfachschule und insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler in der zweijährigen Berufsfachschule. Die Berufsfachschule besuchen derzeit insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler. Um diesem Rückgang etwas entgegenzuwirken, wurde die dreijährige Berufsfachschule für Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement eingeführt. Gründe dafür liegen zum einen im schulischen Bereich durch den Wegfall der Halbjahresklassen bei der Hotelfachschule und die Aufnahme im Wechsel mit der Hotelfachschule in Bad Kissingen.
Umweltpakt Bayern
Denn der Schulstandort Pegnitz würde durch eine Schließung stark geschwächt werden. Trotz der sinkenden Schülerzahlen und des dadurch entstandenen Defizits, solle die Schule noch nicht geschlossen werden. Zudem sollten die Marketingmaßnahmen auf allen Kanälen stattfinden und Partner sowie Sponsoren einbezogen werden.
- „Ich hätte Pegnitz damit deutlich aufwerten wollen“, sagt Wiedemann.
- Der Verlust des Jobs hat keine Auswirkungen auf das berufsbegleitende Studium an der Hotelfachschule Berlin.
- In den letzten Jahren nahm die Schülerzahl, bedingt auch durch den Wegfall der Halbjahresklasse bei der Hotelfachschule sowie die Reduzierung der Berufsfachschule für Hotelmanagement von einer dre- auf eine zweijährige Ausbildung deutlich ab.
Bilder zu Hotelfachschule u. Berufsfachschule für Hotelmanagement in Pegnitz
Sollten keine weiteren Anmeldungen hinzukommen, würden im neuen Schuljahr in der Hotelfachschule mit Fachstufe 16 Schüler und bei der Berufsfachschule für Hotelmanagement mit Fachstufe 19 Schüler unterrichtet, rechnet das Landratsamt vor. Außerdem sollte durch eine Modifizierung des Lehrplanes im Rahmen der Hotelfachschule eine einjährige Ausbildung zum „Gastronomen“ angeboten werden mit der Möglichkeit, ein weiteres Jahr für die Qualifizierung zum Hotelbetriebswirt anzuhängen. Darüber hinaus wurde bei dem Gespräch vereinbart, dass die Hotelfachschule künftig nur noch alle zwei Jahre im Wechsel mit Bad Kissingen mit einer neuen Klasse beginnen solle. Das Ministeriums schlug deshalb die Umwandlung in eine drejährige Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement vor, mit der Zugangsvoraussetzung Mittlere Reife. Bei einem Gespräch mit dem Kultusministerium im Februar 2020 wurde deutlich, dass die Berufsfachschule für Hotelmanagement mit dem Abitur als Zugangsvoraussetzung keine Zukunft hat. Die Berufsfachschule zählt aktuell nur noch 24 Schüler (elf in der BFS 1 und 13 in der BFS 2).
Eine Lehrkraft, die 24 Wochenstunden unterrichtet, tritt Ende August 2021 in die Altersrente ein. Die Rede ist von einer Reduzierung um 36 Wochenstunden. Mit dem Wegfall der Eingangsklassen ändert sich auch die Personalplanung nicht unerheblich. Dies zumindest will der Ausschuss für Kultur und Soziales dem Kreisausschuss beziehungsweise dem Kreistag empfehlen.
Berufskolleg in der Umgebung
"Wichtig ist, dass der Trend bei den Schülerzahlen nach oben geht – auch für das Schuljahr 2022", betonte Wiedemann. Weitere Werbemaßnahmen mit Plakaten und Videos seien geplant. Die Oberfranken-Stiftung habe dafür Fördermittel zugesagt.
Einigkeit habe auch darüber bestanden, Personal für die Branche in der Region auszubilden. Zur Hotelfachschule in Pegnitz gebe es Alternativen. Abschließend sprach er auch die finanziellen Lasten für die Gemeinden als Umlagezahler an. So in Wiesau, für Interessenten aus dem Fichtelgebirge leicht erreichbar. Nach den Worten des Landrats gebe es noch andere Schulen für Gastronomie und Hotellerie. Noch am Montag stimmte der Ausschuss für Kultur und Soziales gegen die Schließung, der Kreisausschuss aber dafür.